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Von der Steinzeit zum Heute Eine wesentliche Aufgabe des Menschen ist das Gestalten, so gibt es kaum einen Ort auf dieser Erde den ein Mensch besucht hat, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Steinzeitmensch war mit seinen Fähigkeiten weder besser noch schlechter als der heutige Mensch, seine Qualitäten waren nur anders. Er hatte z.B. eine andere Art der Kommunikation und Vorausschau die direkter war und unabhängiger von artikulierender Sprache. Heutzutage würden wir sie als innere Kommunikation bezeichnen und Begriffe wie Telepathie, Instinkt, Intuition verwenden. Mit dem Fortschreiten von Entwicklung und Gestalten der Materie wurden die Fähigkeiten nach Außen verlagert und so wurde es notwendige Absicht, äußere Mittel wie differenzierte Töne (Sprache, Musik), Beobachtung der Natur, Gestirne, Naturelemente, usw. kennenzulernen und zu benutzen. In diesem Prozeß das Innere nach außen zu verlagern und dann wieder als Inneres zu erkennen, entstanden so Sätze wie "Wie Innen so Außen", "Mikrokosmos = Makrokosmos", "Erkenne dich selbst ...", usw. Auch die Astrologie, als Instrument für innere Fragen "wo, wann, wie soll ich etwas tun?" und "weshalb, warum geschieht das?", nahm so ihren Anfang. Entsprechend den Bedürfnissen und Fragen die an die Astrologie gestellt wurden, waren auch die entwickelten Methoden. Anfangs stand der König und das Kollektiv im Mittelpunkt und mit zunehmender Vereinzelung Individuation jetzt auch der einzelne Mensch. Historischer Überblick Das Bedürfnis der Menschen die Umwelt zu erforschen und den Rhythmus zu verstehen der ja schon durch Tag und Nacht und durch die Jahreszeiten ersichtlich ist hat schon vor vielen Jahrtausenden zu Aufzeichnungen geführt. Bereits aus einer Zeit von Ca.35.000-30.000 v.Chr. sind Höhlenzeichnungen bekannt und eine Knochenplatte vom Cromagnon-Menschen mit vermutl. Mondphasen könnte als erster Kalender bezeichnet werden. Ca.2620 v.Chr. Sumerer mit Tierkreis und den Planeten bis Jupiter (6-, 7-,8-teiliger Tierkreis) Ca. 2000 v.Chr.Die Babylonier errichtetet Türme bis zu 100m hoch vermutlich zur Erforschung des Himmels Ca. 700 v.Chr. wurde der 360 Grad Tierkreis von den Babyloniern benutzt und ca. 100 Jahre später in 12 Teile geteilt. Ca.1000-650 v.Chr. Durch Erfindung der Keilschrift wurden wichtige Ereignisse wie Kalender dauerhaft aufgezeichnet. 66 Tontafelfunde des Assyrerkönig Assurbanipal mit Tierkreis- und Planeteninhalten sind erhalten. Ca.660 v.Chr. Chaldäisch/Babylonischer Kalender mit genaueren Berechnungen und Gestirnvorhersagen 410 v.Chr. Das älteste erhaltene Horoskop vom 29.4.410 wurde mit 5 Planeten und dem Mond berechnet und mit einer kurzen Zukunftsdeutung versehen. Ca.260 v.Chr. Aristarch von Samos vermutet nicht die Erde sondern die Sonne ist Mittelpunkt Ca.200 v.Chr. Die Ägypter verwenden die babyl. A. und die Griechen entwickeln die hellenistische A. Ca.125 v.Chr. Hipparch schreibt über die Präzession die allerdings die Chaldäer schon vermuteten. 7 n.Chr. Saturn/Jupiter Konjunktion vermutlich "Stern von Bethlehem" 10 n.Chr. Manilus von Rom schrieb die älteste gefundene astrologische Abhandlung "Astronomicon". Ca. 140 n.Chr. Ptolemäus schrieb die wichtigste Astrologische Abhandlung das "Tetrabiblos". 178 n.Chr. Ptolemäus bemüht sich die geozentrische Astrologie wissenschaftlich zu begründen 1268 Der Sufi Mewlana Dschelal ed din Rumi dichtet: "Die ganze Welt ist ein Trugbild. Der Stern dem jeder Mensch anheimgegeben, bestimmt sein Tun, beherrscht sein ganzes Leben! Steht Venus in dem Horoskop so neigen die Sinne sich zu Spiel und Lieb und Reigen! Steht Mars....." Ca.1300 Über Arabien und Ägypten breitet sich die Astrologie wieder nach Europa aus. Ca.1453 Mit dem Humanismus breitet sich die Astrologie weiter in Europa aus. 1537 Paracelsus schreibt die "Große Astronomie" meint aber die Astrologie 1555 Nostradamus veröffentlicht seine astrologischen Prophezeiungen. 1601 Johannes Kepler wird kaiserlicher Astrologe. Um 1610 geriet die Astrologie durch Erfindung des Fernrohrs immer mehr in die Kritik. 1661 Jean-Babtiste Morin de Villefranche, Prof. Mathem. und Astrol. schreibt "Astrologia Gallica" 1634 Ein astrologischer "ewiger Hauskalender" entsteht. 1656 Huygens entdeckt die Saturnringe 1657 Der Mailänder Prof. Placidus berechnet neues Häusersystem und stellt sich gegen den Fatalismus. 1690 John Flamsteed entdeckt einen "Fixstern", den 1948 Leverier und Adams als Neptun bestätigen. Ca. 1666 der Studiengang Astrologie wird an allen franz. Universitäten gestrichen. 1697 Die Astrologie wird als Universitäts-Lehrfach abgeschafft. Nur Erlangen hat noch einen Lehrstuhl Ca.1750 Die Astrologie wird bei den Intellektuellen immer mehr verpönnt. 1781 Herrschel entdeckt den Uranus Ca.1800 Das Placidus Häusersystem wird Standard-System. 1846 Johann Galle (und John Adams) entdecken den Neptun. 1860-1917 lebte der Theosoph Alan Leo der die Astrologie wieder bekannter machte. Ca.1925 Die Hamburger Astrologenschule wird aktiv. 1930 Olyde Tombaugh, amerik. Astronom, entdeckt den Pluto. Ca.1930-1940 Der Berliner Johannes Vehlow vereinfacht die Astrologischen Berechnungen. 1950 Dr. Walter Koch zeigt das sich die Horoskopthemen auf verschiedenen Ebenen zeigen können. 1952-1956 Die Münchner Rythmenlehre entsteht aus den Forschungen des Astrologen Wolfgang Döbereiner. 1959 Die Koch-Häuser werden begründet. 1977 Planetoid Chiron wird entdeckt. 2002,2004 Asteroid Quaoar und Planetoid Sedna (3xweiter weg als Pluto) zeigen die Grenzen des Sonnensystems. |